Wer spiegel.de kennt, hat wohl auch die Mail eines Mitarbeiters an den T-Com Vorstand und dessen Antwort gelesen. Ich kann zwar nicht sagen wir Ihr denkt, aber die Antwort ist genau das, was ich erwartet habe, nur das nicht alle Kreuze beim Bullshit-Bingo gesetzt werden konnten.
Die T-Com Mails – eure Meinung?
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Ich hab selber mal ein paar Jahre bei der Telekom gearbeitet, und es stimmt schon, dass die Löhne teilweise sehr hoch sind dank der starken Gewerkschaft.
Ich denke die Telekom wird immer einen Marktnachteil haben, gegenüber den neueren Unternehmen. Die internen Stukturen sind teilwise so komplex, dass man sie gar nicht ändern kann ohne nicht ein komplett neues System zu entwerfen. Dazu kommt noch das schlechte Image durch selektive Kundenwahrnehmung. Das kann auch keine Imagekampagne ändern, sprechen doch viele Leute noch von der “Post”.
Und da alles auf IP rausläuft und die Preise für Flats derzeit gen Keller rauschen, sehe ich für die Zukunft der Telekom nicht viel gutes.
Nette Antwort von der Geschäftsführung:
Richtig, Schlaukopf. Also ist die Lösung, mehr Personal zu entlassen, damit man noch weniger Arbeitskräfte hat, um das Problem zu lösen, und die restlichen länger arbeiten zu lassen, damit sie mit noch weniger Energie und Motivation die Kunden bedienen können. Das nenne ich mal ein Konzept. Wirklich brillant.
Bei der Telekom haben doch alle Beteiligten zu lange geschlafen. Management und Mitarbeiter haben gleichermaßen noch im Behördenschlaf gedämmert, als sich ringsum bereits eine zahlreiche und serviceorientierte Wettbewerberschar formierte.
Wir haben vor zwei Jahren den Wechsel zu einem lokalen Telefonanbieter vollzogen, nachdem die Telekom über drei Monate nicht in der Lage war, unserem neu erbauten Haus einen Telefonanschluß zu verschaffen. Erst das Intervenieren bei einem Vorstandsmitglied, zu dem wir in persönlicher Beziehung stehen, brachte eine Lösung! Was wir zwischenzeitlich sowohl seitens der Servicemitarbeiter als auch auf Managementebene an Borniertheit und Versorgermentalität erlebt haben, läßt sich kaum schildern und erinnerte uns an selige DDR-Zeiten.
Aus diesem Grund habe ich beim Lesen der Mitarbeiter-Mail auch nur bedingtes Mitleid verspürt.
Ja, Bullshit-Bingo trifft es. Nach meiner Erfahrung in der Innovation der DTAG und dem kritischen Beobachten der Presse seit die Herren begonnen haben, aus der Führung des Konzerns einen Staffellauf zu veranstalten, kann ich nur sagen: Herr Obermann verstrickt sich in Widersprüche. Die Gehälter beim Pink Panther sind relativ hoch, ja. Das ist wahrscheinlich noch einer der wenigen Gründe, für den Konzern zu arbeiten, wahrscheinlich auch für die Vorstände. Das Problem ist meines Erachtens die Arbeitsweise in diesem Unternehmen, bei der immer wieder eine strenge Hierarchie regiert, statt auf die intrinsisch vorhandene Motivation bei den Mitarbeitern zu setzen. In der FTD wurde Herr Obermann mit den Worten zitiert, die Mitarbeiter bräuchten mehr Druck, damit der Service wieder stimmt. Ich würde der Telekom dazu ein Gespräch mit Personalexperten wie Prof. Gebert (ehemals TU Berlin), um mal auf den neuesten Stand zu kommen. Eine Umstrukturierung des Konzerns allein “von oben” kann meiner Meinung nach nicht funktionieren, denn nicht Herr Obermann hat den Kontakt zum Kunden, an dessen Ausrichtung es bei der Telekom mangelt, sondern eben der Mitarbeiter im Callcenter, im technischen Support oder im T-Punkt. Diese Menschen wissen, was die Kunden wollen. Doch irgendwie scheint das so wirklich kaum jemanden an der Konzernspitze zu hören zu wollen.
Es wird sich im Konzern darauf konzentriert, die Verantwortung für das eigene Versagen und Verschlafen auf die Mitarbeiter abzuwälzen, statt gemeinsam auf die positiven Entwicklungen wie zum Beispiel bei den T-Labs zu schauen und diese zu nutzen.
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