in Second Life wird in der Windows und der Mac Version mit den Schriftschnitten Meta Book (TrueType) und Meta Bold (TrueType) von Erik Spiekermann ausgeliefert.
Fraglich ist nur, ob diese lizenzpflichtigen Schnitte (Einzelschnitt ca. € 50 bei FontShop) wirklich als Teil der Open Source Software kostenfrei an bisher 4,598,897 User (Stand: 13.03.2007) weitergegeben werden dürfen?
Die Schriften befinden sich in auf dem Mac im Verzeichnis:
/Contents/Resources/fonts/ und unter Windows in: \SecondLife\fonts\. Dort findet man, neben der Meta auch ProFontWindows 2.3 – die Windowsversion der ProFont von Andrew Welch.
Quellen, die Buddys: http://etrib.de/rss/meta/ und http://blog.parasight.de/archive/meta-font-free-for-all-through-second-life







{ 12 comments }
“Second Life” ist Open Source Software?
Ja, die Clientsoftware wurde vor nicht all zu langer Zeit unter der GPL veröffentlicht.
Ach die sollen sich deswegen nicht is Hemd machen, sowas passiert und es ist zu bezweifeln ob es jemandem ernsthaft weh tut…
Na ja, aber bei einem möglichen Streitwert in Höhe von ca. 230 Mio EUR (wenn ich mich nicht verrechnet habe) wird es schon interessant darum zu streiten…
genau so sehe ich es auch. Wenn die Lizenzrechte nicht geklärt sind würde ich als Herr Spiekermann schon was überlegen. Hat schon fast was von einem 6er im Lotto
Nun dass ist heute eben leider das Problem das wir im Netz haben: Diese, entwicklungsbremsende, Profitgeilheit mancher Menschen…
@PPP: Wessen Profitgeilheit? Die derjenigen, die für Ihre Arbeit bezahlt werden möchten? Finde ich legitim. Oder meinst Du die Profitgeilheit von Firmen, die Ihre Profite machen wollen, ohne die Arbeit der anderen zu bezahlen? Das ist in der Tat ein Problem, nicht nur im Internet.
@PPP: wenn\’s um große Plattenlabels geht, die ihre Künstler ausnehmen und Kinder für File-Sharing vor Gericht stellen, bin ich voll und ganz bei dir. Bei legitimen Unternehmen, bei denen keiner Schaden nimmt (wie ein Fontvertrieb und seine Designer), ist eine angemessene Bezahlung doch nicht abwegig? Schriftentwicklung dauert manchmal Jahre, erfordert Ausdauer, ein umfangreiches Wissen, und Erfahrung. Würdest du die Zeit und Arbeit investieren, um dafür dann nicht bezahlt zu werden? Antikommerz in allen Ehren, aber irgendwo erreicht man doch die grenzen der Vernunft. Gerade bei Second Life, wo Linden Labs für so manche Kleinigkeit (z.B. hochladen von Dateien) Geld einfordert, oder wo ein Inselgrundstück US$1,675 (plus US$295 monatlich) kostet. Die verdienen genug dran, um Schriften ordentlich bezahlen zu können. Profitgeilheit sehe bei Fontshop nicht, außerdem haben sie sich ja noch gar nicht zu der Sache geäußert, also sollten wir nichts in Sachen Meinung überstürzen.
Mir geht es darum dass die Font hier nur ein ganz banaler Teil des Spiels, also x-beliebig austauschbar ist. Wäre die Schrift irgendwie etwas was SL auszeichnet, sähe ich die Sache anders.
Ich glaube kaum dass sich die Verwendung der Schrift irgendwie am Profit von Lindenlabs auswirkt.
Der Grund warum ich das sage ist folgender: Irgendwie sehe ich da eine irre Klage auf SL/LL zukommen die wieder alles zugrunde richtet was man mit SL angefangen hat.
Das hat nichts mit Antikommerz zu tun sondern mit Vernunft und klarem Menschenverstand den man im Netz, wenn es um Geld geht, kaum noch findet. (siehe auch die ganzen Abmahngeschichten)
nachtrag:
Sicher sollten Lindenlabs für die Verwendung der Schrift bezahlen, aber wie gesagt in einem vernünftigen Maße und nicht in USA-typischen Dimensionen…
Naja bleibt abzuwarten wie sich das entwickelt.
Klar, im vernünftigen Maß. Dann wären wir ja einer Meinung.
Sagen wir mal so. Schrift genutzt und nicht in entsprechendem Maße lizenziert ist es nur rechtens das sich die Lizenzinhaber an SL wenden und eine Nachforderung stellen. Wenn dabei SL den bach runter gehen sollte, pech, eigene dummheit und mich juckt es nicht…
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