Waren für insgesamt 2,2 Mrd. Euro bestellten die Verbraucher in den Monaten November und Dezember über das Internet, erfuhr das Handelsblatt beim Bundesverband des Deutschen Versandhandels (BVH). “Damit liegen die Erlöse mindestens 35 Prozent über dem Vorjahr”, sagte Verbandssprecherin Dorothee Hoffmann. Der gesamte Versandhandel vor Weihnachten habe dagegen nur um ein bis zwei Prozent auf 5,2 Mrd. Euro zugelegt.
Letzter Satz wird bestimmt Jochen Kirsch freuen, er sagt ja dem klassischen Versandhandel und den E-Commerceablegern schon länger das Sie sich umschauen müssen nach neuen Konzepten. Ob Social Commerce das richtige ist wage ich zu bezweifeln. Trotzdem müssen neue Konzepte her.
Auch Marktführer Amazon bestätigt den Boom im Internet. “Wir rechnen mit dem besten Quartal unserer Geschichte”, sagte eine Firmensprecherin in München. Spitzentag für Amazon.de sei der 18. Dezember mit über 600 000 bestellten Produkten gewesen.
Besonders gefragt waren nach Beobachtungen des BVH Spielekonsolen, Unterhaltungselektronik wie MP3-Spieler, DVD-Rekorder und Flachbildfernseher, aber auch Drogerieartikel, Spielzeug und hochwertige Haushaltsgeräte – allen voran Espresso-Vollautomaten. Schleppend lief dagegen der Verkauf warmer Wintermode. Dort habe das milde Wetter den Anbietern einen Strich durch die Rechnung gemacht.
“Noch nie waren die Online-Händler so euphorisch wie in diesem Jahr”, fasst der Internetshop-Softwareanbieter Oxid E-Sales das zurückliegende Weihnachtsgeschäft zusammen. Er hat 93 Online-Händler zum Geschäftsverlauf befragt. Das erstaunliche Ergebnis: Jeder dritte Internetanbieter steigerte seinen Weihnachtsumsatz gegenüber dem Vorjahr um mehr als 25 Prozent, jeder fünfte sogar um mehr als 50 Prozent. “Vor allem die verbesserte Konsumbereitschaft und das wachsende Vertrauen in den E-Commerce dürfte das Geschäft derart angetrieben haben”, erklärte Oxid-Geschäftsführer Roland Fesenmayr die stürmische Nachfrage.
Beflügelt durch das gute Weihnachtsgeschäft werden die Online-Kaufhäuser in diesem Jahr auf zehn Mrd. Euro Umsatz kommen, rechnet der BVH vor. Gemessen am gesamten deutschen Einzelhandel entspreche dies einem Anteil von knapp drei Prozent. Der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) rechnet sogar mit einem Online-Umsatz von 16,3 Mrd. Euro, schließt dabei aber auch Umsätze aus dem Verkauf von Reisen, Tickets und kostenpflichtigen Software-Downloads mit ein.
Bei nur 3% ist noch reichlich Potential für den E-Commerce vorhanden.
Nach Berechnungen von Allensbach ging der Anteil von Onlinekäufern an der Gesamtbevölkerung im zurückliegenden Jahr um zehn Punkte auf 60 Prozent nach oben. Mehr als die Hälfte der Besteller – exakt 51,7 Prozent – waren Frauen.
Bei einem so starken Anteil müssen sich die Anbieter nun einmal Gedanken machen ob die Einkaufsgewohnheiten und Frauen und Männern nicht doch zu different ist für nur eine Oberfläche. Meine Erfahrungen aus dem Bereich DOB bestätigen das eigentlich.
















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