Neckermann: mehr Umsatz Online statt Offline

12. November 2006

Der Versandhändler Neckermann hat in der vergangenen Woche erstmals mehr Umsatz über das Internet als über Katalog- und Telefonbestellungen erzielt. Inzwischen würden zudem 70 Prozent aller Neukunden über die Web-Seite kommen, teilte das Unternehmen am Samstag mit.Vor einem Jahr hatte sich die Tochter von KarstadtQuelle in neckermann.de GmbH umbenannt und ihre Internet-Aktivitäten verstärkt.

«Beide Entwicklungen zeigen, dass der Wandel des Unternehmens vom traditionellen Katalogversender zum E-Commerce-Unternehmen erfolgreich ist», sagte Geschäftsführer Harald Gutschi. Zudem sei die Marke von 50 Prozent Internet-Umsatz schneller erreicht worden als ursprünglich angenommen. neckermann.de verzeichnet nach eigenen Angaben jeden Monat rund zwölf Millionen Besuche auf seiner Webseite.

Absolute Zahlen zu den Umsätzen wurden nicht genannt. Vergangenes Jahr betrug der Online-Umsatz von KarstadtQuelle insgesamt 2,5 Milliarden Euro, das sind zwölf Prozent mehr als im Vorjahr.

Unterdessen will KarstadtQuelle nach einem Bericht der «Frankfurter Rundschau» (FR/Samstagausgabe) seine Dienstleistungstöchter für den Versandhandel unter einem Dach bündeln. Die neue Gesellschaft solle bis Ende des Jahres stehen und neben Neckermann und Quelle auch externe Kunden bedienen, schreibt das Blatt unter Berufung auf unternehmensnahe Kreise. «Grundsätzlich haben wir das Ziel formuliert, die Dienstleistungsgruppe wettbewerbsfähig am europäischen Markt auszurichten, um sowohl unsere internen Kunden als auch in einem zweiten Schritt externe Kunden zu bedienen», zitiert die Zeitung einen Unternehmenssprecher. Zu weiteren Details habe er sich nicht äußern wollen.

Um Kosten zu senken, wolle KarstadtQuelle bei der Dienstleistungsgruppe die Arbeitszeit erhöhen und Löhne kürzen, so die FR weiter. Bei den Anfang des Jahres bei Neckermann und Quelle ausgelagerten Dienstleistungen arbeiteten 10 000 Männer und Frauen. Die 14 Call Center und vier Logistik-Töchter sorgen dafür, dass bei den beiden Universalversendern des Konzerns Bestellungen bearbeitet und Päckchen mit Waren versandt werden.

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17. November 2006 um 20:32

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1 Exciting Commerce 12. November 2006 um 11:58

Wenn die Katalogumsätze einbrechen und die Gesamtumsätze weiter rückläufig sind (im 3. Quartal musste KarstadtQuelle im Versandgeschäft (incl. E-Commerce) einen Rückgang von 7,1% verkraften), steigt der E-Commerce-Anteil quasi von alleine. Auch die 12% Online-Wachstum liegt unter dem Marktschnitt. Dies nur die Infos, die die PR-Abteilung unterschlagen hat.

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